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Autor: admin
Vorstand
Der Vorstand besteht aus:
Herbert Oelke
Michaela Michaela Ohm
Stephan Aaron Weckwerth
Prof. Dr. Thomas M. Schimmel
Geschäftsführung: Benno Simoni
Kulturbeauftragter: Albrecht Gündel vom-Hofe
Kultur
Jazz – Jazz – Jazz.
Kulturbeauftragter: Albrecht Gündel vom-Hofe
Freundeskreise
Der Freundeskreis unterstützt die Synagogengemeinde ideal und finanziell. Jede*r kann Mitglied werden.
Termine/fiktiv
15.8.2026 – Schawuot Gottesdienst – Baptistenkirche – 18.00 Uhr
7.9.2026 – Jazz goes Synagogue – KWG – 19.30 Uhr
12.-13.-9-2026 – Jom Kippur
26.9. – 3.10. – Sukkot
27.9.2026 – Mitgliederversammlung Jedidej
5.12. – 12.12. – Chanukka
Geschichte des Namens
1899-1939 Ahavas Achim: Von der Gründung bis zur Zwangsliquidation
Es begann mit einem Paukenschlag, mit engagierten Kaufleuten und Gelehrten, mit jüdischen Bürgern ganz unterschiedlicher Herkunft, die im Wedding den privaten Religionsverein Ahavas Achim (Israelitischer Religionsverein Ahawas Achim) im Jahr 1899 gegründeten, so das Gründungsjahr laut Jüdischer Rundschau, Heft 27, vom 3. Juli 1903. Aber die Gründungsgeschichte reicht etwas weiter zurück: wohl schon 1897 organisierten Louis Rosenbach und Wilhelm Kurz eher provisorische Gottesdienste an den hohen Feiertagen, so ein Rückblick auf 30 Jahre Synagogenverein, erschienen im Israelitischen Familienblatt am 7. November 1929.
Aus diesen ersten Zusammenkünften entwickelte sich eine kleine Gruppe jüdischer Bürger, die diese Tradition nicht aufgeben sondern stärken wollte. Die ersten Gottesdienste fanden noch in Weimanns Volksgarten statt – es wurde ein Saal gemietet. Somit kam es zur Vereinsgründung 1899, und nachdem der Saal im Volksgarten zu klein war, zog der junge Verein in ein Gartenhäuschen in der Badstraße, welches für gottesdienstliche Zwecke umgebaut wurde. Am ersten Abend des Chanukkafestes 1899 wurde diese erste Synagoge am „Brunnen“ eingeweiht. Innerhalb eines Jahres war der Raum abermals zu klein und der Verein zog im September 1900 in einen Neubau an der Adresse Prinzenallee 87.
Vier Jahre nach seiner Gründung hatte der Privat-Synagogenverein Ahawas Achim 40 Mitglieder und 20 Schüler. Für Berlin wurde um 1902/03 davon ausgegangen, dass in der Stadt ca. 120.000 Juden leben. Somit gab es vergleichsweise wenige jüdische Bewohner im Wedding. Und nicht jeder mit jüdischer Herkunft wollte sich im Kiez engagieren, sondern besuchte die Alte oder Neue Synagoge, die seinerzeit gut 45 Minuten entfernt lagen.
Was gab es an jüdischen Einrichtungen im Wedding? Im Jahr 1899 stand lediglich fest, dass an der Exerzierstraße (heute Iranische Straße) ein jüdisches Altenheim entstehen wird. Es wurde am 21. September 1902 mitsamt Synagoge (großem Betsaal) eröffnet. Zeitgleich und nur 800 m entfernt vollbrachte der private Synagogenverein Ahawas Achim ein kleines Wunder. In den ersten zehn Jahren war als Rabbiner Dr. Pick tätig, der für mehrere private Religionsvereine in Berlin arbeitete. Den Vorstand des Synagogenvereins Ahawas Achim bildeten: Herr Wolpe, Herr Rosenbach, Herr Baer, Herr Kurz, Herr Dr. Buttermilch, Herr Schreyer und Herr Joseph*. Seit Juni 1900 kümmerte sich der Verein um Religionsunterricht – Lehrer war Rabbiner Dr. Pick, in der städtischen Gemeindeschule an der Prinzenallee, so Der Gemeindebote am 31. August 1900.
Der Synagogenverein plante Veranstaltungen. Jüdisches Leben begann sich am Gesundbrunnen zu zeigen und es gab tägliche Gottesdienste. Im Jahr 1925 folgte die Umbenennung in „Synagogenverein Gesundbrunnen Ahawas Achim“. Die Geschäftsstelle befand sich in der Badstraße 61 bei Dr. Adolf Levy. 25 Jahre nach der Gründung, im Jahr 1925, gehörten noch immer einige Gründungsmitglieder zu den wichtigsten Mitgliedern: Louis Rosenbach (2. Vorsitzender) und Isaac Baer (Schriftführer). Überliefert ist, dass 150 Männer eingetragen waren, während über die Anzahl der Frauen keine Zahlen vorliegen. Bereits zu Beginn der 1930er Jahre verzeichnet der Verein einen Rückgang bei den Mitgliedern – dafür ist die liberale Bewegung im Wedding sehr erfolgreich. Ab 1934 mussten die Vereinsversammlungen polizeilich angemeldet werden und ein Beamter wohnte den Versammlungen bei. Am 20. Oktober 1939 begann man mit der Durchsetzung des Reichsbürgergesetzes vom 4. Juli 1939 und der Synagogenverein wurde aufgelöst.
Publikationen
- Siddur 1
- Siddur 2
